Amtierender Bürgermeister weicht weiterer Diskussionsrunde aus

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Bei der Podiumsdiskussion der drei Bürgermeisterkandidaten am Freitag, dem 6. Juni 2014, war eines schon vor Beginn klar: Das Interesse an der Vorstellung der drei Kandidaten war deutlich größer als erwartet. Die Sitzplätze im Gottesdienstraum der Friedensgemeinde reichten bei weitem nicht aus, die Besucher mussten bis auf die Treppe im Vorraum ausweichen. Aufgrund des regen Interesses schlug Daniel Wenzel, einen weiteren Termin zu organisieren – dieser Vorschlag wurde vom amtierenden Bürgermeister Manfred Ockel scharf abgelehnt.

Ich kann gut verstehen, dass Herr Ockel kein Interesse daran hat, sich ein zweites Mal einer kritischen Bürgerschaft zu stellen. Er kämpft auf verlorenem Posten und konnte kaum eine der Fragen der Bürgerschaft zu deren Zufriedenheit beantworten. Auf Richtigstellungen zu seinen Ausführungen durch Herrn Wenzel und mich konnte er nur mit Schweigen reagieren. Er war ganz klar mit der Situation überfordert.

Daniel Wenzel sieht das sehr ähnlich: »Ohne die lautstarke Unterstützung der SPD - allen voran Herrn Zeller, der mehrfach Redebeiträge durch Reinbrüllen unterbrach, wäre Ockel untergegangen. Er blieb farblos und konnte außer einem ›weiter so‹ keine Konzepte für die nächsten sechs Jahre präsentieren.«

Nach gut 90 Minuten blieb der Eindruck eines angezählten Manfred Ockels und zweier Herausforderer, die frische Ansätze zur Weiterentwicklung Kelsterbachs präsentierten. Nun liegt es an den Wählerinnen und Wählern, am 15. Juni ein Votum abzugeben, wer das neue Oberhaupt der Untermainstadt wird.